Piercing Pflege

Liebe Freunde der Körperkunst, auch in Sachen Piercing haben wir für Euch ein paar wichtige Pflegetipps zusammengestellt. Denn genau wie bei einem frisch gestochenen Tattoo, ist hier die richtige Pflege unab- dingbar um dauerhaft Freude an Eurem neuen Schmuckstück zu haben.

Als erstes lasst Euch nicht durch eventuell auftretende Schwellungen und Rötungen irritieren, das ist ganz normal und muss in Kauf genommen werden. Wer schön sei will muss eben ein kleines bisschen leiden ;-). Und wundert Euch nicht, wenn gelbliche Gewebeflüssigkeit oder ein bisschen Blut aus der Wunde aus tritt. Auch das ist typisch und gehört nun mal zum Heilungsprozess.

Aber nun zum Wesentlichen: In erster Linie heißt es nun geduldig sein und nicht am Piercing spielen. Ihr habt es immerhin mit einer Wunde zu tun, die im Falle ständiger Berührungen enorm am Heilungsprozess ge- hindert wird.

Reinigung:

Wir empfehlen Euch, Euer Piercing während des gesamten Heilungs- prozesses ein bis drei Mal täglich zu reinigen. So suspekt es Euch auch vorkommen mag, aber am besten eignet sich hierfür Euer eigener Urin. Wer jetzt „ih“ sagt, der weiß wohl nicht, dass eigener Harnstoff für den Körper steril ist und zudem noch in vielen Wundheilungscremes enthalten ist....;-)

Ganz wichtig:

Hände waschen nicht vergessen!

Alternativ ist es natürlich auch gestattet, das Piercing mit einer seifen- freien Waschlotion zu säubern. (Seife ist tabu, da diese den Stichkanal reizen könnte.) Oder aber Ihr benutzt kurzerhand eine Kochsalzlösung, die Ihr entweder in einer Apotheke kaufen oder direkt selbst herstellen könnt (einfach neun Gramm Salz auf 991 ml abgekochtes Wasser geben).

Sollte sich eine Kruste bilden, ist es empfehlenswert, diese mit einem der aufgeführten Reinigungsmittel aufzuweichen und anschließend vorsichtig mit einem Wattestäbchen abzutragen. Bitte achtet darauf, dass die Kruste vollständig entfernt ist, bevor Ihr Euer Piercing dreht.

Bei Zungen-Piercings raten wir Euch dazu, nicht nur Morgens und Abends die Zähne zu putzen, sondern zusätzlich auch noch nach jeder Mahlzeit sowie nach jeder Zigarette. Wichtig: Benutzt ergänzend noch eine Mundspülung wie beispielsweise Meridol.

Desinfektion:

Es ist nur dann erforderlich, Euer Piercing zu desinfizieren, wenn dieses mit fremden Keimen in Berührung kommt. Das heißt also: nach dem Sex oder nach Berührungen Dritter. Bei Ohr-Piercings zum Beispiel nach dem Tragen eines Helms etc....

Als Mittel empfehlen wir Euch Octenisept. Einfach das Piercing mit etwas Flüssigkeit benetzen und unbedingt darauf achten, dass der Stichkanal mit dem Octenisept in Berührung kommt.

Entzündungen:

Sollte sich Euer Piercing entzünden, bitte erst einmal Ruhe bewahren und bis zu drei mal täglich in Kamille baden! Dazu eignen sich entweder Tee oder Kamillosan (verdünnt) aus der Apotheke. Auch die jodreiche Betaisodona-Lösung hilft hier wirksam. Antibiotika ist zwar mit Vorsicht zu genießen, aber wenn nötig, fragt Euren Apotheker nach Tyrosur-Gel, ein antibiotikumhaltiges Gel.

Druckstellen:

Unter Umständen kann es vorkommen, dass die Haut um den Stichkanal herum wund wird. Mögliche Ursachen könnten hier ein zu kurzer Stab oder auch zu kleine Kugeln sein. Liegt es nicht am Schmuck, verwendet Bepanthen! Aber bitte nicht in den Stichkanal kommen lassen, da die Wunde sonst nicht atmen kann und somit am Heilungsprozess gehindert würde.

Wildes Fleisch:

Wildes Fleisch ist zwar sehr selten zu beobachten, aber für den Fall der unglaublichen Fälle, wartet erst einmal ab, meist bildet es sich von selbst zurück. Wenn nicht, besorgt Euch bitte aus der Apotheke Silicea D12 Tabletten. Bleiben diese ohne Wirkung, versucht es mit Acidum hydro- fluoricum. Hat sich das wilde Fleisch nicht innerhalb von 2 Wochen zurück gebildet, kommt zu uns ins Studio. Wir finden eine wirkungsvolle Lösung.

Wann ist der Weg zu uns unumgänglich?

Die Pflegetipps und -anweisungen bekommt Ihr auf jeden Fall noch mal persönlich von uns mit auf den Weg. Und wer sein neues Piercing ent- sprechend pflegt, kann sich garantiert und dauerhaft daran erfreuen. Es obliegt also letztendlich Eurer Gewissenhaftigkeit, der Haut zum voll- ständigen Heilungsprozess zu verhelfen.

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